Sandkrug: Schon einige Duftmarken für die neue Saison gesetzt. Siege für Jonas, Amelie und Axel S. (13.1.13)

von Sascha Jänicke

Der Sandkruger Scheife kommt in der Wettkampfperiode traditionell eine besondere Bedeutung zu, ist sie doch der erste Wettbewerb im neuen Jahr, versuchen sich hier doch die nachrückenden Altersklässler erstmals in ihrer neuen Jahrgangsgruppe und bleibt die Schleife für die meisten Akteure oft der einzige (Teil)-Crosslauf der ganzen Saison. Zudem hat sich in der Vergangenheit gezeigt, daß wer in Sandkrug gut drauf ist, dies meist auch im Laufe des Jahres bleibt, – oder die, die nicht so gut drauf sind eben auch nicht. Zeigte die Formkurve von Axel Schneider in den letzten Jahren eigentlich ohnehin schon fortwährend nach oben mit immer neuen Bestzeiten auf allen Strecken, dann darf man gespannt sein, was 2013 noch alles bei ihm so an Rekorden zu Tage fördern wird. Denn als schnellster LSFler lief er über 13 km nicht nur erstmals unter 50 Minuten, sondern verbesserte seine persönliche Bestzeit um einen Wert, der mehr als beachtlich ist. Von 51:11 verbesserte er sich um satte anderthalb Minuten auf 49:40, womit er erster im M50 wurde und nicht weniger als 124 Altersgenossen hinter sich ließ, einschließlich der neu hinzugekommen, versteht sich. Kaum minder hoch ist die Leistung von Thomas Pistoor einzuschätzen, der lange mit Axel zusammen lief und ebenfalls unter 50 Minuten blieb. Das läßt für seine Bestwerte von 10 km bis Marathon einiges erhoffen, denn ganz rund lief für ihn die letzte Saison nicht, vor allem auch wegen einer Verletzung im Herbst. Hinter dem soliden Axel Felsmann (52:13) hat es zumindest bei der Schleife einige Verschiebungen gegeben. Der wiedererstarkte Frank Bartsch nimmt nun Platz vier in der Vereinsrangliste ein, indem er sich um dreieinhalb Minuten von 56:20 auf unter 53 Minuten steigern konnte. Nach vorne drängte auch Ali Schachtschneider mit einer Verbesserung von sogar viereinhalb Minuten. Weit vorne landete zudem der nur sporadisch bei Wettbewerben zu findende Jonas Schulz, der in 54 Minuten aber die Juniorenklasse der Läufer unter 23 Jahre sicher für sich entschied. Auch Papa Reinhard Schulz war mal wieder dabei, inzwischen in der M60 laufend. Er hatte, ähnlich wie Jonathan, noch die ausgeschriebene Vereinsvariante gewählt. Ansonsten wurde weitgehend getreulich das LSF verwendet, wie es auch sein soll. Dieses aufgeführte Männersextett setzte also für die nun anstehende Saison schon etwas mehr als nur Duftmarken. Da wollten natürlich auch die Frauen nicht nachstehen. Die signifikanteste Verbesserung innerhalb der letzten 12 Monate konnte Claudia Steffen, Neu W45erin, verbuchen. Lief sie 2012 noch 1:08, verpaßte sie diesmal nur knapp die 60-Minuten-Marke. In 1:00:50 war sie schnellste LSF-Frau. Knapp dahinter und auch mit einer Verbesserung von knapp zwei Minuten kam Heike Greis ins Ziel. Ihre Tendenz zeigt auch weiterhin nach oben. Bianca Prang konnte sich auch gegenüber der letzten Saison etwas verbessert, während Sabine Stein erstmals hier lief, und sich Ursula Baur als Stammgast in Sandkrug etabliert, wo sie vor Jahren überhaupt erstmals einen Volkslauf absolvierte. Nach einer eher durchwachsenen Saison 2012 (gegenüber 2011) will es auch Kerstin von Hebel nun wieder wissen. Die Doktor-Anwärterin macht recht genau drei Minuten an Boden gut. Die größte Verbesserung überhaupt gelang Kirsten Taube, die sich fast eine Viertelstunde schneller im Ziel wiederfand als noch 2012. Erstmals dabei war Petra Behrens in guten 1:13. Hinter Sascha Jänicke (56:14) wurde es eng bei den LSF-Männern. Da liefen Thomas Brandt und der überraschend starke Debütant Volker Asche in 58 Minuten nur eine Sekunde hintereinander ins Ziel, gefolgt von dem leicht verbesserten Peter Rings und einem weiteren Erstling, nämlich Renke Luers. Nur neun Sekunden trennten dann in jeweils 1:01 Nils Riesenberg, Werner Lippert und Norbert Schulte, der erstmals hinter seiner Frau Claudia ins Ziel kam. Eine weniger erfreuliche Erfahrung blieb unserem Youngster Jo Schachtschneider nicht erspart. Obwohl prima mitmischend und zusammen mit Heike Greis ins Ziel laufend, wie das Photo von Thomas Springer zeigt, wurde er nicht gewertet, auch nach Reklamationen nicht. Auf dem Foto ist deutlich zu sehen, daß er einen Chip trägt, aber Mikatiming wollte die eigene Filmaufzeichnung nicht prüfen und ihn noch werten (was wir aber in unseren Listen tun). Denn Jonnys Leistung hätte einen Podestplatz in MU18 bedeutet, wo er klar 3. geworden wäre. Umgekehrt überrascht, daß LSF später als Teamsieger gewertet wurde mit den meisten Kilometern, was schlichtweg nicht sein kann, denn Laufrausch hatte über beide Strecken deutlich mehr Akteure im Ziel und wurde nur dadurch entschädigt, daß sie den Pokal mit den meisten Teilnehmern vom SWO übernahmen. Mit beim 13er waren noch Stefan und Peter Baur, die zusammen einen 5er Schnitt liefen, sowie Markus Engling, der im Jahr oft nur die Schleife läuft, und dann nicht mehr bei Volksläufen auftaucht, was oft auch für Heikes Schwager Roman Greis gilt. Die starke Männerriege sah auch Christoph Wöste und Andreas Gärtner-Kunkel in Aktion, sowie Horst-Dieter Ogiewa und Franz-Josef Lienland, die den Parcours Seite an Seite bewältigten. Um zwei Minuten schneller als bisher kam Michael Bamberger, einer von fünf M60ern, ins Ziel, knapp vor Gerd Seyen und Jürgen Dannemann. Über fünf Kilometer startete bei den Männer Gerd Guhl und Manfred Lanfermann, die sich aus Verletzungsgründen noch nicht auf die Langstrecke trauten. Vor ihnen landetet in gut 24 Minuten Amelie Kunkel, die in ihrer neuen Altersklasse WU15 den ersten Platz erlangte und immerhin 16 Gleichaltrige hinter sich ließ. Annika und Christine Bingener sowie Rita Wagner vervollständigten das Sextett beim Jedermannslauf.
Insgesamt kamen 41 LSFler ins Ziel, was bei aktuell 78 Mitgliedern mehr als die Hälfte ist. Nach dem Lauf gab es noch ein gemütliches Beisammensein in der Turnhalle des Veranstalters sowie die Auslosung des Kinder-Runningscups. Die Sandkruger Schleife eröffnete zum dritten Mal die Öffentliche Rennserie mit erneut acht Wertungsläufen. Zahlreiche LSF haben also schon einen (von mindestens fünf) Läufen im Sack.

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