Ossiloop 2022?!

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<Autoren wechselnd: Heike, Sonja, Nina, Antje>

Ein Ossiloop ohne den LSF Bus aus Oldenburg? Eine Ossiloop Teilnahme ohne LSF Bus? Beides kaum vorstellbar. Doch es kam so…

Es hatte sich angedeutet, dass ein halbwegs gefüllter Ossiloop Bus in diesem Jahr kein Selbstläufer werden würde. Einige Läufer*innen zögerten durch die unsichere Corona Lage, es gab andere Termine und wahrscheinlich fehlten auch Events in den vergangenen Monaten, auf denen man sich gegenseitig zu einer Teilnahme verabredet hätte. Nach der endgültigen Bus Absage war das Thema Ossiloop für die wenigen, verbliebenen Interessierten ebenfalls abgehakt. Der Laufkalender hatte sich gut gefüllt und es gab ja auch noch den Venloop Halbmarathon Startplatz von März 2020, der in die Ossiloop Zeit 2022 verschoben wurde.

Doch eine Laufsportfreundin, mit den meisten LSF Ossiloop Etappen, wollte sich nicht damit abfinden. Sie schaffte es am Samstagnachmittag, drei Tage vor Ossiloop Start, mit Unterstützung der Männer, eine zweite Laufsportfreundin zu überzeugen, doch mit dem Auto zu allen Ossiloop Etappen zu fahren. Am Abend folgenden Anmeldungen (“einfach machen, nicht nachdenken, gleich endet die Anmeldefrist”) drei und vier und so war ein Auto inklusive Fahrer gefüllt und die Vorfreude auf den spontanen Ossiloop machte sich breit.

03.05.2022 Etappe 1 Leer - Holtland 10,6 km

Um 17:15 Uhr sollte es losgehen, Start der Etappen 19 Uhr. Direkt zu spüren war dieses Gefühl, was über zwei Jahre fehlte. Endlich wieder mit Laufsportfreunde*innen zu einer Laufveranstaltung, endlich wieder Ossiloop. Orange-grüne Accessoires wurden entstaubt, eingepackt und alles getoppt durch Ninas neues LSF Köfferchen (Foto). Auch Pferdesalbe, Haselnusssaft und Frisuren durften natürlich nicht fehlen.

In Leer angekommen, konnten wir direkt unsere Startnummern in Empfang nehmen. An der Höhe der Nummern (F497 - F500) gut zu erkennen, dass wir mit den Letzten der ca. 1000 Anmeldungen (davon gut 40% Frauen, bis F503) waren. Dass es in der Vergangenheit auch mal 3000 Anmeldungen gegeben hat, tat der guten Stimmung an Start, Strecke und Ziel keinen Abbruch. Wie bisher auch, gab es ca. zehn Startblöcke, die nach Pace eingeteilt waren. Heike ließ es sich nicht nehmen und sortierte sich direkt in der Gruppe um Seriensieger, Vereinskollegen und ehemaligen Trainer Andreas ein (Foto). Während sich die anderen drei in den 5:30er - 5:50er Block stellten. Die erste Etappe wollte man schließlich etwas gemütlicher laufen. Dieses Ziel konnte wiederum nur Heike erreichen ;-).

Es waren viele Läufer*innen auf der Strecke, ohne dass es zu eng wurde. Und an der Strecke zahlreiche applaudierende Zuschauer*innen, der Musik Mann mit den langen, blonden Haaren, die Trommelgruppe und viele mehr.

Leider mussten wir auch auf die Bus Ansprache von Robert verzichten und fragten uns somit nach einigen Kilometern, wie weit wir heute eigentlich laufen und welche landschaftlichen Begebenheiten wir erwarten dürften.
Außerdem war nach 10 Kilometern noch kein Heino mit “es ist Ossiloooooop” zu hören. Wie wir im Ziel erfuhren, hatte Organisator Edzard kurzfristig die Moderation von Heino übernommen, der leider krankheitsbedingt aussetzen musste. Wir hoffen, dass wir auf folgenden Etappen von Heino empfangen werden. Gute Besserung, Heino.

Wir danken Edzard und seinem Team sehr, dass er uns den Ossiloop trotz aller Unklarheiten in der Planungsphase ermöglicht.

Ein Dankeschön auch an Fahrer Stefan, der uns nicht nur zum Start brachte, im Ziel anfeuerte und abholte, sondern auch den Jacken- und Fotoservice übernahm.

Mit freundlicher Genehmigung von der "Ossiloop in Bildern" Facebook Gruppe:

06.05.2022 Etappe 2: Holtland - Gut Stikelkamp 8,6 km

Die erste Etappe ist geschafft, der Einstieg gelungen und mit Elan und Freude brachen die vier Lauffreundinnen am Freitag, wie gehabt um 17:15 Uhr zur zweiten Etappe nach Holtland auf. Dieses schon im ersten Bericht beschriebene leicht euphorische Gefühl stellte sich auch gestern sofort ein, vielleicht sogar etwas gesteigert, als noch neue orangegrüne Accessoires auftauchten (siehe Bilder)!

In Holtland ging es auf die mit 8,6 km kürzeste wohl schönste (?) Etappe , die sogenannte Klaus Beyer Etappe. Klaus Beyer organsierte aus dem Sportverein SV Holtland heraus vor 40 Jahren den ersten Ossiloop. Auch hier zeigte sich (mir) wieder dieses legändere Bild einer unendlichen bunten Menschenschlange entlang des atmosphärischen ostfriesischen Wanderwegs.

In diesen Augenblicken wird mir und auch meinen teilnehmenden Lauffreundinnen immer wieder klar: Das Wichtigste ist DABEISEIN, unabhängig von Zeiten und Wertungen. Dieses Event wollen wir durch Teilnahme unterstützen, die Mühen von Edzard und seinen Organisatoren belohnen.

Unser für diesen Freitag engagierte Cheftrainer brachte uns sicher zum Start und nahm uns auch im Ziel mit unseren Jacken wieder in Empfang. Auch auf dem Afterzweitenetappenbeisammensein sorgte er mit der Vorbereitung von Pommes für unser leibliches Wohl. Wobei was das leibliche Wohl anbetrifft, natürlich auch der Haselnusssaft sowie Bier auf dem Rückweg und danach nicht fehlten.

Auch nach dieser Etappe sind wir froh, dass wir uns so kurzfristig und engagiert für die Teilnahme entschieden haben und bereuten diese noch keine Sekunde. Nun freuen wir uns auf die dritte Etappe am Dienstag, die allerdings auch die längste sein wird… puh!

10.05.2022 Etappe 3: Bagband – Holtrop: 11,95 km

Da die Familie Steinke (Hilde, Dietrich, Peter und Rolf) bis Freitag zusammen 818 Ossiloopetappen gelaufen waren, wurde diese Etappe kurzerhand der Familie Steinke gewidmet. Diese Etappe zeichnet sich durch eine Vielzahl von Mühlen an der Strecke aus, wobei ALLE Laufsportfreundinnen am Schluss wieder einmal gerätselt haben, wie viele es denn wohl waren…7?...8?...wahrgenommen wurden (wieder) nur wenige.

Ein großer Wehmutstropfen begleitete diese Etappe; unser Laufquartett war leider zu einem Lauftrio geschrumpft, da unsere Laufsportfreundin Nina erkrankt war.

Mit etwas getrübter Stimmung ging es dann aber pünktlich um 19 Uhr los und da es sich heute um die längste Etappe handelte, war eine gute Renneinteilung wichtig.

Aber: Jeder Kilometer hat sich gelohnt, über die Hälfte der Strecke wurde auf dem Ostfriesenwanderweg gelaufen und diese Strecke war einfach nur … herrlich!

Nach ca. 9 km hörten wir schon die Stimme des Ossiloops …HEINO …endlich war er wieder da!!

Mit Sonnenschein im Gesicht und toller (lautstarker) Ankündigung durch Heino liefen wir dann zufrieden durchs Ziel.
Nach dem Motto: Es ist Ossssiilooooop …

Fahrer, Cheftrainer und Fotograf Stefan wartete mittlerweile routiniert mit Jacken am Ziel und zur Belohnung für die längste Ossiloopetappe gab es beim Bus für alle ein leckeres Ostfriesenbräu.

Fotos "Ossiloop in Bildern" Facebook Gruppe:

13.05.2022 Etappe 4: Egels - Aurich ca. 10 km

Nachdem Dienstag das Ossiloop Bergfest gefeiert wurde, stand heute mit der Aurich Etappe der vierte Lauf auf dem Programm. Mit dem dortigen Zieleinlauf wartete ein weiteres Highlight auf uns.

Zum Treffpunkt in Oldenburg um 17 Uhr fanden wir uns wieder unvollständig (ohne Nina) ein, aber mit neuer Cheftrainerin, die auch den Job als Wettkampf-Friseurin übernahm.

In Startort Egels angekommen, konnten wir einige Jubilare entdecken, die bereits ihre 100. Ossiloop Etappe laufen.

Wieder mal liefen wir durch schönste Landschaften mit gut vier Kilometern am Ems-Jade-Kanal. Bevor wir den Auricher Marktplatz, mit sehr vielen, lautstark applaudierenden Zuschauenden erreichten. Aurich hat uns nicht enttäuscht, Gänsehaut Stimmung. Heute war es Sonja, die als erste Laufsportfreundin von Heino begrüßt und die Ziellinie überquerte.

Auf dem Marktplatz in Aurich lernten wir auch endlich unseren Laufsportfreund Sebastian persönlich kennen, der noch nicht in grün unterwegs ist. Bei einem gemeinsamen Foto versicherte ihm Sonja, dass die Kleiderkammer gut gefüllt ist.
Ebenfalls trafen wir auf den Oldenburger Läufer Edgar, der uns von seinem leckeren LSF Kuchen probieren ließ. Danke.

Vielen Dank auch an Cheftrainerin Marthe für Fahren, Frisuren, Jacken- und Fotoservice.

Fotos "Ossiloop in Bildern" Facebook Gruppe:

17.05.2022 Etappe 5: Plaggenburg - Dunum (11,3 km)

Diese Etappe wurde Eibo Eiben und den Teefauen in Dunum gewidmet. Eibo ist ein fleißiger Etappensammler (184) und die Teefrauen in Dunum sorgen für leckeren ostfriesischen Teegenuss, garniert mit einer Portion ostfriesischen Humor, im Ziel.

Eigentlich ist dies aber (auch) die 20. Etappe, diesmal aber nur für Stefan und Sonja, wieder einmal wurde ihr Hochzeitstag im Ossiloopbus gefeiert.

Die fünfte Etappe des Laufens ist indes immer gefährlich. Hier gab es in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit Überlastungen, da ja nun allen schon einige Wettkämpfe in den Knochen stecken.

So hieß es für die Läuferinnen vom LSF bei dem wieder einmal doch sehr warmen Wetter zumindest einen kühlen Kopf zu bewahren und die Etappe mit Bedacht anzugehen.

Pünktlich um 19 Uhr ging es dann auf die Strecke und die Läuferinnen und Läufer spulten auf dem Esenser Postweg und dem Altem Postweg Kilometer für Kilometer ab.

Nach 11,3 km und viel Wärme kam endlich das Ziel, wieder mit Heino als Moderator und dem Trainerteam Nina und Stefan.

Bei dieser Etappe gab es im Zielbereich traditionell wieder frisch gebrühten Ostfriesen Tee, stilecht aus der Porzellantasse und natürlich sollte dies auf einem Foto festgehalten werden. Eine Teefrau übernahm diese Aufgabe und schoß ein Foto mit dem Zusatz dazu: "Mehr war leider nicht drin" ;-).

Fazit des Tages/ der Etappe: Daumen hoch!

Fotos "Ossiloop in Bildern" Facebook Gruppe:

20.05.2022 Schlussetappe 6 Dunum - Bensersiel 11,3 km

Nach fast drei Wochen und immer schwerer werden Beinen stand am Freitag die 6. und letzte Etappe des Ossiloops auf dem Programm der vier Lauffreundinnen. Wobei Nina auf den letzten beiden Etappen zwar dabei war, uns aber leider nur mental begleiten konnte.

Die Wetterprognose war mit 90%iger Regenwahrscheinlichkeit von ca. 19 – 20 Uhr ziemlich mies. Vor Ort bestätigte sie sich dann zu 100 %, so dass wir schon beim Einlaufen bei leichtem Nieselregen nass wurden. Je näher 19 Uhr rückte, desto stärker regnete es. Aber auch das konnte unsere Euphorie der letzten Etappe, dem Ziel so nahe zu sein, nicht bremsen.

Die Strecke, die uns größtenteils über den ostfriesischen Wanderweg führte, entpuppte sich als ziemlich pfützenreich und glich eher einer Crosslauf Strecke. Der ersten Pfütze wich ich vielleicht noch aus, aber irgendwann bin ich nur noch mittendurch. Die letzten Kilometer auf dem Deich waren bei starkem Wind und Regen doch eine abschließende Herausforderung, obwohl der Weg dort erneuert wurde und nun breiter ist. Das Ziel erreichten wir völlig durchnässt mit sandigen Beinen und Schuhen. Ansonsten waren die Bedingungen gut und wir konnten alle für uns persönlich gute Zeiten laufen.

Ob des Wetters kam es im Ziel kaum zu Plaudereien mit den Läufer*innen, den kleinen „Ossiloopfreundschaften", die uns oft über mehrere bzw. alle Etappen begleiteten. Das war sehr schade!! Aber aufgrund des Regens und des kühlen Windes wollten wir wie auch die meisten anderen Läufer*innen nach Erreichen des Ziels nur noch in „unseren“ Bus und trockene Klamotten anziehen. Dank dem Handy bleiben aber Kontakte vielleicht bestehen!?

Es gab kein Grillen am Bus und letztlich auch keine offizielle Siegerehrung. Trotz dieser für eine letzte Etappe ziemlich blöden Bedingungen, die auch die Stimmung ein wenig trübte, waren wir alle mit viel Herzblut, Spaß und soweit möglich, mit flotten Beinen dabei.

Hinzu kam, dass auch die T-Shirt Ausgabe aufgrund eines Produktionsfehlers des Herstellers nicht stattfinden konnte. Nun kennen wir die Farbe des (Dörloper-)T-Shirts leider noch nicht.

Eine kleine Extrabelohnung erwartete uns dann aber auf der Zielgeraden. Manfred Lanfermann und Peter Rings standen dort in grünen Jacken und applaudierten uns ins Ziel. Das war eine tolle, wertschätzende Geste. Vielen Dank dafür ihr beiden.

Obwohl wir unter dem Credo „Dabeisein ist alles“ gestartet sind, haben wir uns alle dann doch im Wettkampf angestrengt. Antje und Sonja erreichten hervorragende Plätze 17 und 22 sowie Heike, die das Feld eher von hinten aufräumte, die sich von Platz 169 auf Platz 90 vorarbeitete.

Es sei noch gesagt, dass diese Etappe laut Edzard dem DRK gewidmet ist, welches den Ossiloop schon seit 1984 begleitet und immer froh ist, wenn alles gut läuft bzw. alle gut laufen :-).

Auch das traditionelle, abschließende „Beisammensein“ in Oldenburg war mit Grillwurst und vielen selbstgemachten Köstlichkeiten ;-) wieder mal ein Highlight. Dort trafen wir folgendes Gesamtfazit:

Es war eine tolle aber auch anstrengende Zeit und wir sind im nächsten Jahr wieder dabei.

Die dazugehörigen Termine (25. April – Freitag, 12. Mai 2023) wurden sofort eingetragen. Außerdem wünschen wir uns, dass sich dann wieder mehr LSF`ler*innen aufraffen können, dabei zu sein. „Steht ihr erst am Start, werdet ihr euch erinnern oder auch zum ersten Mal dieses tolle ostfriesische Laufflair des Ossiloops spüren und euch auf jede weitere Etappe freuen.“

Zu guter Letzt möchte ich nochmal erwähnen, dass der Ossiloop für uns Mädels ohne die tatkräftige Unterstützung unserer Männer bzw. einmal durch Marthe deutlich umständlicher gewesen wäre. Wir haben den Service sehr genossen. Auch euch nochmal vielen, vielen Dank dafür!!!!

Und hier das Abschlusswort: „es war Ossilooooopp“…..und zwar für uns ein ganz besonderer.

Mit freundlicher Genehmigung von Yorick Krauth:

Ausblick

Dienstag, 25. April – Freitag, 12. Mai 2023
Es geht dann vom Meer nach Leer.

https://ossiloop.eu/

 

Heike, Sonja, Nina und Antje

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