NWZ, 16.05.2018

 

Andreas Kuhlen verteidigt Ossiloop-Titel

 

Zahlreiche Läufer aus Oldenburg waren mit einem Bus zu den sechs Etappen von Bensersiel nach Leer angereist. Die Laufsportfreunde stellten ein erfolgreiches Team.

 

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Leer /Oldenburg Der Zieleinlauf nach insgesamt gut 63,5 Kilometern in der Innenstadt von Leer war überwältigend. Durch ein hunderte Meter langes Spalier aus dicht gedrängten, jubelnden Menschen lief Andreas Kuhlen seinem zweiten Sieg beim Ossiloop entgegen. „Die Schlussetappe war ein zehn Kilometer langer Zieleinlauf. Danke für die schönen drei Wochen mit einem absoluten Highlight am Ende!“, sagte der Läufer von den LSF Oldenburg nach dem Erfolg. Für die gesamte Strecke benötigte er 3:32:37 Stunden und hatte sechs Minuten Vorsprung auf den Zweiten Johannes Wiltfang (Pewsumer Windhunde).

 

Mit mehr als 50 Läufern waren die Oldenburger Vereine beim Ossiloop dabei, der in sechs Etappen, jeweils Dienstag und Freitag, von der Nordsee quer durch Ostfriesland bis nach Leer führte. Wie in den Jahren zuvor drückten vor allem die Laufsportfreunde dem Spektakel mit insgesamt mehr als 3000 Teilnehmern ihren grünen Stempel auf: 24 LSFler kamen in die Gesamtwertung. Die vier Schnellsten – Kuhlen, Frank Gräfedünkel als ebenfalls starker Gesamt-Achter sowie Sascha Jänicke und Michael Ibelings auf den Rängen 47 und 48 – belegten in der Teamwertung den hervorragenden zweiten Platz hinter dem Team des TuS Weene.

 

Bei den Frauen gewannen die LSF die Teamwertung sogar. Jana Zilich war fünftschnellste Läuferin in der Gesamtwertung, Nina Wessalowski und Susanne Schmitz kamen auf die Ränge 13 und 14 und sicherten den Teamerfolg. Auf die zweitplatzierte Mannschaft MTV Aurich mit Frauensiegerin Tanja Schwarz hatten die Oldenburgerinnen mehr als eine halbe Stunde Vorsprung.

 

Schnellste Frau aus Oldenburg war jedoch Laura Steffens vom Team Laufrausch mit insgesamt etwa zehn Minuten Rückstand auf Schwarz. Ebenfalls schnell unterwegs war Christian Resch vom 1. TCO „Die Bären“ auf dem 24. Gesamtrang.

 

Das zweite Frauenteam des LSF mit Antje Jacobs (49. Platz), Heike Greis (57.) und Sonja Kläner (84.) wurde Neunter, das zweite Männerteam mit Till Wagenknecht (60.), Michael Bamberger (195.), Simon Post (252.) und Christian Willenbrink (268.) belegte Rang zehn.

 

https://www.nwzonline.de/oldenburg/lokalsport/leer-oldenburg-leichtathletik-andreas-kuhlen-verteidigt-ossiloop-titel_a_50,1,2546714723.html

 

 

Anzeiger für Harlinger Land, 25.04.2018

Andreas Kuhlen gewinnt erste Ossiloop-Etappe 2018

 

Von JOCHEN SCHRIEVERS UND THOMAS BREVES
BENSERSIEL/DUNUM – 
Es ist so gekommen, wie viele es erwartet haben: Der Sieger der ersten Etappe beim Ossiloop 2018 heißt Andreas Kuhlen. Der Läufer von der LSG Oldenburg feierte am Dienstagabend von Bensersiel Richtung Dunum einen Start-Ziel-Sieg. Dabei freute er sich auf den letzten Metern der Etappe, als ob er noch nie eine Teilstrecke gewonnen hätte.
 
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Triumphierend hob er die Hand, winkte den Zuschauer am Rande der Laufstrecke zu und hatte dabei ein strahlendes Lächeln aufgesetzt. Der Regen, der ihn auf der 11,1 Kilometer langen Strecke ein steter Begleiter war, hatte ihm nichts ausgemacht. „Der war zur Abkühlung gut“, stellte er fest. Erneut war er den ersten Abschnitt des Ossiloop schnell angegangen und hatte sich dadurch einen Vorsprung gegenüber den Verfolgern herausgelaufen. Die mussten abreißen lassen, während Kuhlen das Tempo weiter hochhielt. „Ich wollte einen schönen Vorsprung für die nächste Etappe haben“, sagte der Athlet.


Johannes Wiltfang (Pewsumer Windhunde) kam als Zweiter ins Ziel und gratulierte dem Etappensieger umgehend und herzlich.


Nicht ganz so groß ist der Vorsprung der besten Läuferin auf die Zweitplatzierte. Tanja Schwarz (MTV Aurich) war aber auch die Freude über den Etappensieg ins Gesicht geschrieben. „Das war genial, geile Stimmung, gutes Wetter“, erzählte sie freudestrahlend, während die Zuschauer am Rand unter aufgespannten Regenschirmen das Treiben im Zielbereich verfolgten. „Das Problem ist, jetzt habe ich Blut geleckt. Jetzt will ich auch gewinnen.“ Schnell war auch sie die Strecke angegangen. „Eigentlich zu schnell“, erkannte sie in einer ersten Analyse. „Ich konnte das Tempo aber zum Glück halten.“


Während die Spitzenläufer sich bereits deutlich von ihren Verfolgern abgesetzt hatten, warteten die hinteren Startgruppen in Bensersiel noch darauf, auf die Strecke gelassen zu werden. Erst nach etwas mehr als 20 Minuten waren auch die letzten Sportler unterwegs. Als sie in Dunum ankamen, waren die Sieger schon lange verschwunden.


Doch der Ossiloop ist eben mehr als der Kampf um Bestzeiten. Für die meisten geht es nur ums Ankommen, andere tragen ihre eigenen Duelle mit Kollegen, Nachbarn, Mannschaftskameraden oder Verwandten aus. So finden sich in den Starterlisten auch zahlreiche Athleten, die ihre sportliche Heimat eigentlich in anderes Disziplinen haben. Ob Boßler, Fuß-, Hand-, oder Volleyballer, der Ossiloop begeistert sie alle. Die meisten von ihnen werden auch am Freitag wieder dabei sein, wenn es auf das zweite Teilstück von Dunum nach Plaggenburg geht.