Börger 2013 – Crosser geht’s nicht

von Sascha Jänicke

Christoph berichtet:

"Wenn Du mal richtig cross willst, so über Stock und Stein und Hügel rauf und runter und durch Sand und Matsch, durch Wald, Gras, Blätter und Sträucher, nochmal Hügel rauf und runter, dann nochmal einen richtig hohen Hügel rauf und runter dann wieder durch Gras, Blätter und Sträucher, Sand und Matsch, und Wald und Wald und Wald und Hügel und Hügel, also wenn du richtig cross willst, dann fahr‘ nach Börger! Der Crosslauf in Börger im Emsland ist ein traditioneller Lauf und wird seit 35 Jahren von Eintracht Börger organisiert. Viele der Organisatoren und Helfer sind von Anfang an dabei. Ich stamme gebürtig aus Börger und kann mich heute noch daran erinnern, wie schon in meiner Kindheit der Zitronentee für die Läufer in großen Töpfen gekocht und zum Sportplatz gebracht wurde. Und das ist auch heute noch so. Im Gegensatz zu den Großveranstaltungen in den Metropolen findet man bei diesem Lauf zwar relativ wenige Teilnehmer, aber gerade das macht es aus. In 11 Läufen gingen insgesamt 213 Läuferinnen und Läufer an den Start. Für die Jugend U14/KinderU12 wurde gleichzeitig die Kreismeisterschaft Crosslauf NLV Kreis Emsland-Nord durchgeführt. Viele Teilnehmer kennen sich und kommen seit Jahren im Februar nach Börger. Auf  der Langstrecke über 9000 m kämpften sich 37 Teilnehmer-/innen durch den Wald. Die ersten drei Läufer der Gesamtwertung blieben auf dem anspruchsvollen Parcours unter einem 4:00er Schnitt, der Sieger Thomas Bruns (M35) von Union Meppen benötigte nur 33:33 Minuten, die schnellste Frau Kerstin Evers von der LG Papenburg-Aschendorf (W35) benötigte nur 40:40 Minuten. Diese Leistung ist beachtlich. Die Zeiten sind aufgrund der Streckenführung wirklich mit keinem anderem Lauf vergleichbar. Mit meiner Zeit von 46:26 lag ich im Mittelfeld und mein Puls sagte „Den nächsten Hügel schaffe ich nicht mehr“. Im Clubhaus wurde nach dem Lauf bei Kaffee und Kuchen jedem Teilnehmer in lockerer Atmosphäre persönlich die Urkunde überreicht. Nur selten gibt es bei Volksläufen noch die Gelegenheit, die anderen Läufer auch nach dem Lauf zu treffen und demjenigen, den man gerade beim Lauf „einfach nicht einholen konnte“ zur guten Leistung zu gratulieren. Im nächsten Jahr werde ich wieder dabei sein."

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