Bericht zur Hermannsweg-Wanderung vom 03.-05. Mai von Mr. Unbekannt

von Sascha Jänicke

 Das Aufstehen und loslaufen nach einer Pause bereitete jetzt schon Schwierigkeiten. Die Landschaft und die Luft sind dort sagenhaft. Absolute Stille. Nur das Zwitschern der Vögel war zu hören und ab und an das Hämmern eines Spechtes. Gegen 17.30 Uhr endete unser 1.Wandertag nach ca. 5,5 Stunden in Oerlinghausen. Nach einem Begrüßungstrunk in unserer Unterkunft machten wir uns über die „Himmelleiter“ hinunter ins Dorf zum Griechen. Der Aufstieg zum Hotel fiel jetzt noch schwerer (kein Wunder nach dem schweren Essen). Der 2. Tag stand im Zeichen des Hermannsdenkmals. So ziemlich am Anfang passierte eine Panne. Nach einer halben Stunde Wanderung, nachdem wir schon fast den Tönsberg erwandert hatten, fiel einem Wanderkollegen (Namen spielen hier der Peinlichkeit halber keine Rolle) auf, dass er sein Handy am Ladekabel in der Unterkunft liegen gelassen hat. Zurückgehen hätte uns locker eine Stunde gekostet. Der Hotelier hatte ein Einsehen und brachte das nun vollgeladene Handy mit dem Auto vorbei (erstaunlich, Autofahren auf Wanderwegen). Unsere Mittagspause machten wir bei „Bienen-Schmidt“, einem Lokal mit Biergarten. Dort aßen wir unser „Pausenbrot“, welches wir von unserer Unterkunft mitbekommen hatten und tranken Tee und Wasser. Auf unserem Weg kamen wir auch an kleinen Flüssen vorbei, die klares Wasser führten und zum Erfrischen einluden. Weiter geht es in Richtung Hermann. Der Blick vom Hermannsdenkmal ist genial. Rundherum sind Einprägungen vorhanden, damit man weiß, welchen Ort man theoretisch mit einem Superfernglas sehen könnte. Das Denkmal des Cheruskerfürsten liegt auf 398 Höhenmetern. Unsere nächste Unterkunft befand sich in Berlebeck, einen kleinen Ort ca. 3-4 Km von Detmold entfernt. Da wir einmal einen kleinen Umweg von ca. 4 Km gemacht hatten war unsere Wanderung an diesem Tag ca. 21 Km lang. Für einen Halbmarathon braucht man ca. 2 Std. Wir brauchten 7,5 Stunden. Wir hatten es diesmal aber nicht weit zu einem Restaurant. Unsere Vermieterin kochte für uns. Am 3. Tag wanderten wir „durch“ die Externsteine. Die sind eine markante Sandstein-Felsformation im Teutoburger Wald und als solche eine herausragende Natursehenswürdigkeit Deutschlands. Das Wetter war wie die ganze Zeit sehr gut. Zum Mittag kehrten wir in das Waldhotel Silbermühle in Horn Bad Meinberg ein. Nach einer Stärkung teilten wir uns auf. Mike und Jürgen wollten, teils wegen Blasen an den Füßen, nicht mehr den gesamten Weg zurücklegen und nahmen den direkten Weg entlang zur Hauptstraße zum Bahnhof Leopoldstal. Sabine und ich nahmen aber noch den Aufstieg zum Lippischen Velmerstot, welcher sich in 441Höhenmetern befindet. Schön ruhig und gut zum Erholen. Nach 2 Stunden trafen wir unsere Wanderkollegen zum Kaffee und Kuchen wieder und traten per Bahn die Heimreise an. Unsere Wanderungen an diesem Tag betrugen 4 bzw. 6 Stunden und ca. 17 Km. Abschließend lässt sich sagen, die Wanderung war ziemlich anstrengend. Mir fiel der Bergabstieg besonders schwer. Spaß hat es wohl jedem von uns gemacht. Bei den Zeitangaben sind sämtliche Mittags-, Kaffee- und sonstige Pausen mit eingerechnet.

 

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